„Lass mich durch deine Augen sehen“ – Friedensreise zur Holocaustgedenkstätte Auschwitz/Birkenau

25. Oktober – 28. Oktober 2020
– Eine Reise zur Herzensschulung –
für tätiges Mitgefühl und Liebe
gegen Hass und Verblendung

„Ist das ein Mensch?“ So ist der Titel des Büchleins von Primo Levi, einem Holocaustüberlebenden. Er beschreibt darin seine Leiden und seinen Alltag im Arbeitslager Buna. Ist das ein Mensch? Diese Frage können auch wir uns stellen, wenn wir die Holocaustgedenkstätten besuchen. Wir begegnen unserem Menschsein, in all seiner Tragweite. Menschsein kann als ein Auftrag zur Herzensbildung verstanden werden, unabhängig von Identität und Zugehörigkeit, ausgerichtet auf Liebe und tätiges Mitgefühl. Es ist unsere kulturelle Leistung. Sie ermöglicht einer Gesellschaft das sinnstiftende Zusammenleben. Es stärkt und vertieft die gegenseitige Achtung. Dieses Ausdrucks von Menschsein wollen wir uns annehmen. Denn gegenwärtig erfahren wir, dass radikale Gruppen die Gesellschaften zu spalten drohen. In Deutschland, Europa, ja weltweit, wollen nationalistische Gruppen Menschen ausgrenzen, die nicht dem eigenen nationalen Bild entsprechen. Dabei sticht der Hass auf Juden und ihre Abwertung besonders hervor. Wir dürfen dies so nicht stehen lassen!

Diese Reise möchte eine Erfahrung bieten, die das Herz berührt. Das KZ- Auschwitz kann ein Lehrer, eine Lehrerin sein. Etwas, das uns vor Augen führt, wie tief Menschen fallen können. Kommt Liebe und Mitgefühl in einer Gesellschaft abhanden, driftet ab sie in Hass, Gleichgültigkeit und Gewalt. Mit dem Angebot der Reise zu den Holocaust Gedenkstätten in Polen, möchte ich dem fatalen, erneuten „Nationalismus“ etwas entgegen setzen. Wir betrachten uns , unsere Familien und unsere Gesellschaft auf dem Hintergrund unserer deutschen Geschichte. Einer Geschichte, die die Last zweier Kriege und die Ermordung, ja die Absicht der totalen Vernichtung, der Juden mit sich trägt. Wir können uns diesen schmerzhaften Tatsachen nähern, wenn wir bereit sind grundsätzliche Fragen zu stellen. Was ist Menschlichkeit?“ „Was ist menschliches handeln?“

Organisation und Leitung:
Brigitta Maria Magdalena Mahr
Unterer Dallenbergweg 40
D – 97082 Würzburg
Phone: +49-931-7840100
Fax: +49-031-7840101
Email: a.u.b.mahr@t-online.de
Email: brigittemahr@gmx.de

Programmübersicht

Bitte beachten Sie, das endgültige Programm kann sich von dem hier vorbereiteten unterscheiden. Wir wollen auf die Erfahrungen und Bedürfnisse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort Rücksicht nehmen.

Ihre individuelle Anreise ist am Sonntag den 25. Oktober 2020. Am Flughafen in Krakau erwartet Sie am Sonntag den 25. Oktober 2020 um 15:30 Uhr ein Bus, der die Ankommenden zum „Zentrum für Dialog und Gebet“ nach Oswiecim/Auschwitz bringen wird. Diejenigen, die mit dem Auto anreisen, bitten wir, das bei der Anmeldung mitzuteilen.

Sonntag 25. Oktober 2020:
18:00 Uhr gemeinsames Abendessen
19:30 Uhr – 21:30 Uhr Gruppentreffen
Wir lernen uns kennen und bereiten uns auf die Führung durch die Gedenkstätten vor.

Montag 26. Oktober 2020:
Ca. 9:30 – 12:30 Uhr
Führung durch Auschwitz I., dem Museum. Es liegt fußläufig zum Centrum.
13:00 Uhr Mittagessen
16:00 Uhr – 18:00 Uhr
Gruppentreffen – Austausch
18:30 Uhr Abendessen
19:30 Uhr – 22:00 Uhr
Vorbereitung für den „ Tisch der Erinnerung“ – Zeit für Stille/ und geleitete Meditation und Gebet.

Dienstag 27. Oktober 2020:
9:30 Uhr Besuch von Auschwitz II, dem Lager.
Wir gehen wieder zu Fuß. Das Lager ist etwa 30 min. fußläufig entfernt. Das Centrum stellt auch eine Fahrt per Auto zur Verfügung (Selbstzahler). Nach der Führung ist es möglich, sich dort alleine aufzuhalten. Die Rückkehr geschieht individuell.
16:00 Uhr Gruppentreffen im Centrum
Beginn des Rituals „ Tisch der Erinnerung“
18:00 Uhr Abendessen
19:00 Uhr – 22:00 Uhr
Fortsetzung des Rituals „ Tisch der Erinnerung“ und Abschluss der gemeinsamen Zeit.

Mittwoch 28. Oktober 2020: 
ca. 10:00 Uhr Abfahrt mit dem Bus zum Flughafen nach Krakau

Der Tisch der Erinnerung

Ein zentrales Element unserer Reise ist der „Tisch der Erinnerung“. Wir würdigen mit diesem Ritual alle Opfer der Naziherrschaft, besonders jene, die im Holocaust ihr Leben lassen mussten oder verfolgt wurden. Wir erinnern uns an Menschen, die wir im Herzen tragen. Unser Mitgefühl gilt auch denen, die im Krieg gefallen sind. Wir gedenken aller Opfer im Beisein und unter Bezeugung der Gruppe. Dafür rufen wir sie uns in Erinnerung z.B. durch symbolische Lichter, einige typischen Sätze, ein Gedicht, einer kleinen Geschichte, etwas, von dem wir glauben, dass es das Leben dieses/r Menschen geprägt hat. Wir beachten auch die Schuldigen und Täter. Wir tun es in der klaren Abgrenzung zu deren Verantwortung und deren Schuld. Damit schließen wir einen Kreis aus Opfer- und Täterschaft. Wir verneigen uns vor den Opfern und nehmen, als Nachkommen, Abstand von den Tätern und deren Machenschaften.

Tisch der Erinnerung. Foto von Ch.Quirin

Reiseorganisation und Gruppenleitung

Brigitta M. M. Mahr, geboren 1950. Gründete 2003 die internationale Friedensorganisation “Friendship Across Borders – FAB e.V.”( Freundschaft über Grenzen). Von 2003 bis 2013 widmete sie sich als Vorsitzende und Geschäftsführerin dem Aufbau dieser Organisation. Sie entwickelte u.a. ein Bildungsprogramm (The Peace Carrier Training) für junge Erwachsene aus Deutschland, Israel und Palästina, das sie von 2005 – 2013 leitete und zusammen mit Dr.med.Albrecht Mahr finanzierte. In dieser Zeit hat sie sich intensiv mit dem Konflikt und Krieg zwischen Israelis und Palästinensern befasst. Sie ist vielen Menschen, in Deutschland, Israel und Palästina begegnet, die entweder vom Holocaust und Krieg schwer gezeichnet waren, oder die sich geweigert haben, das Leid, das wegen der brutalen Naziherrschaft und durch den damit verbundenen Krieg entstanden ist, angemessen anzuerkennen. Diese Erfahrungen führten zur Idee, Besuche zum ehemaligen KZ-lager Auschwitz/Birkenau anzubieten. 2015 leitete sie die erste dieser Reisen. Daran nahmen 50 Personen aus 8 Ländern teil, u.a. Israelis und Palästinenser.

Unterbringung und Aufenthalt

„Zentrum für Dialog und Gebet“ in Oswiecim/Auschwitz
Ul. M. Kolbego1
Polen 32
602 Oswiecim
Telefon: 0048-33 843 0888
Das Zentrum für Dialog und Gebet ist ein transreligiöses Seminarhaus. Es liegt fußläufig zu den KZ Gedenkstätten. Die Zimmer sind einfach, und es gibt ein liebevoll zubereitetes Essen. Wir buchen Vollpension. Es gibt vorwiegend Doppelzimmer. Einzelzimmer (5 insges.) können nur unter bestimmten Voraussetzungen( Behinderung u.ä.) gebucht werden.

Teilnehmer

Teilnehmerzahl ist begrenzt auf 25 Personen. Mindestalter 17 Jahre.

Kosten

bis 01. Februar 2020, 370,00 -€ pro Person
ab dem 01. Februar 2020, 400,-€ pro Person
Enthalten sind folgende Leistungen:
– Übernachtung: Vollpension in Doppelzimmern (EZ in Ausnahme)
– Bustransport
– Eintrittsgelder
– Organisationskosten und Gruppenleitung
– Tagungsraumgebühren

Bitte beachten: darin sind keine Flug/Reisekosten enthalten.

Das Institut f. Systemaufstellung u. Integrative Lösungen – ISAIL –Dr. med.Albrecht Mahr, ist bereit das Sponsoring für einige StudentInnen und SchülerInnen. (Immatrikulationsbescheinigung) zu übernehmen, d.h. eine Reduktion von 50% auf die hier genannten Kosten.

Zahlungsmodalität

Bei Anmeldung ist die Gesamtgebühr zur Zahlung fällig.
Bis 01.02.2020, 370,- €
Ab 01.02.2020, 400,-€

Bankverbindung

Brigitta Mahr
IBAN: DE 02 7905 0000 0044 2827 39
SWIFT-BIC: BYLADEM 1 SWU

Stornierungsbedingung

100,- € bis 30. April 2020
50% der Gesamtgebühr ab 30. April – 30. Juni 2020
Ab 30 Juni 2020 ist die Gesamtgebühr fällig.
Dies gilt ohne Ausnahme und in jedem Fall (auch bei Krankheit)